BaSYS - HydroCAD

Darstellung der Ganglinien nach erfolgreicher Berechnung
Darstellung der Hydraulikergebnisse für die Haltung

BaSYS HydroCAD weist die hydraulische Leistungsfähigkeit von Kanalnetzen auf Basis der impliziten Ganglinien-Volumen-Methode (GVM) hydrodynamisch nach.

Nutzen
BaSYS HydroCAD bildet die Abflussvorgänge innerhalb der Zeitspanne vom ersten Regentropfen auf das Einzugsgebiet bis zum letzten Tropfen Abwasser im Kanalnetz wirklichkeitsgetreu ab.

BaSYS HydroCAD berechnet und verwaltet Ergebnisse unterschiedlicher Berechnungsvarianten und ermöglicht deren Visualisierung über Themenpläne in BaSYS Plan sowie ihre Animation in einem dynamischen Längsschnitt. BaSYS HydroCAD integriert den national und international anerkannten Rechenkern "Hydrodynamische Kanalnetzberechnung mit der Ganglinien-Volumen-Methode (GVM)" der Firma Dorsch Consult in die Systemarchitekur von BaSYS. Somit können die zu berechnenden Kanalobjekte in allen BaSYS-Modulen interoperativ visualisiert und bearbeitet werden.

Vorteile der Berechnung mit der GVM auf einen Blick

  • Schnellzuweisung hydraulisch relevanter Parameter der Einzugsflächen aus der Oberflächentyp-Bibliothek
  • Ermittlung des Oberflächenabflusses über eine vollständig hydrodynamische Berechnung
  • Erfassung des zeitlichen Verlaufs der Abflusswelle für alle Bauwerke des Kanalnetzes
  • Berücksichtigung der Verbundwirkung vermaschter Netze, des Retentionsvermögens von Kanälen und Rückhaltebauwerken, der Fließrichtungsumkehr an Hochpunkten, Verzweigungen, Einmündungen und Regenüberläufen und von Rückstau über Gelände
  • Verarbeitung aller Berechnungselemente (Rohre, offene Entwässerungsgräben, Rückhaltekanäle und -becken, Verzweigungen, Regenüberläufe, Leapingwehre, Pumpwerke, Schieber, Klappen) in einem Berechnungsgang
  • Vollständige implizite Lösung der Saint-Venant-Gleichungen, keine Restriktionen hinsichtlich Haltungslänge und Berechnungszeitschritt
  • Volumenfehler stets < 0,1%
  • Direkte Berechnung eingestauter Kanäle oder Düker, kein Näherungsverfahren
  • 1:1 - Betrachtung des Kanalnetzes in der Berechnung, keine fehleranfälligen und arbeitsaufwendigen Netzvereinfachungen zur Erzielung stabiler Ergebnisse
  • Berechnung komplizierter Sonderbauwerke durch ihre "hydraulische Detaillierung" in modellspezifische Einzelkomponenten

Bibliotheken
BaSYS HydroCAD verwaltet Profiltypen, Regen- und Oberflächentypen in komfortablen Bibliotheken. Die Bibliotheksdaten können über unterschiedliche Schnittstellen importiert werden.

Hydrodynamische Berechnung

Für die Profil- und Oberflächentypen des betrachteten Systems werden vor der hydrodynamischen Kanalnetzberechnung die Teilfüllungskurven und Oberflächenabflussganglinien berechnet.
Globale Voreinstellungen ermöglichen die parallele Formulierung und Verwaltung unterschiedlicher Randbedingungen für die hydrodynamische Simulation des Kanalnetzes. Vor jedem Rechenlauf wird die gewünschte globale Voreinstellung gewählt. Zusätzlich sind für jedes Kanalobjekt individuelle, von der globalen Voreinstellung abweichende, hydraulische Bedingungen definierbar. Jedem Rechenlauf wird ein Regen aus der Regentypbibliothek zugeordnet.

Berechnungsergebnisse

Jeder Rechenlauf erzeugt für die Haltungen und Bauwerke des simulierten Kanalnetzes Ganglinien und speichert diese in der Datenbank. Dabei verwaltet BaSYS HydroCAD pro Rechenlauf die Ganglinienwerte und pro Kanalobjekt die Maximalwerte. Für jeden Rechenlauf können diese z.B. in BaSYS Plan über Themenpläne zum Wasserstand oder zur hydraulischen Auslastung visualisiert werden.

Dynamischer Längsschnitt
Der dynamische Längsschnitt animiert eindrucksvoll die wichtigsten Ergebnisse der hydrodynamischen Berechnung. Entscheidungsträgern kann so für kritische Stellen des Kanalnetzes eine realitätsnahe Animation der Abflusswelle vorgeführt werden. Nach Realisierung der Planung zeigt der Planer / die Planerin damit sehr plastisch eine hohe Kompetenz. Die Ergebnisse der hydrodynamischen Berechnungsläufe sind in der Datenbank gespeichert. Somit kann für alle Berechnungen und Haltungsfolgen der dynamische Längsschnitt definiert und darin die Wasserspiegelveränderung über den Berechnungszeitraum visualisiert werden. Jeder Berechnungsregen wird getrennt dargestellt. Die Definition der Strangzuordnung erfolgt über ein Dialogfenster. Die beliebige Unterbrechung der Animation und / oder die direkte Ansteuerung von Standbildern innerhalb des Berechnungszeitraumes sind möglich.