BaSYS UniQCost dient der Vorkalkulation und Abrechnung

Funktionen der Massen- und Kostenermittlung

Effiziente Kostenermittlung von Kanalbaumaßnahmen
Die effiziente Kostenermittlung bei der Planung und Abrechnung von Kanalbaumaßnahmen ist heute ohne Softwareunterstützung kaum mehr denkbar. Die Barthauer Software GmbH bietet im Rahmen des Netzinformationssystems BaSYS die zwei aufeinander aufbauenden Softwaremodule Kanalmaterialdatenbank "BaSYSMaterial" und die universelle Massen und Kostenermittlung "UniQCost" an. Beide Module sind in ihrem Konzept spartenunabhängig entwickelt worden. Bisher ist aber nur die Version für die Leitungssparte "Kanal" verfügbar.

Genereller Aufbau des Systems UniQCost (Quantity and Costs) ist objektunabhängig. Deshalb müssen die zu berechnenden Kanalobjekte (Haltungen, Schächte, Sonderbauwerk und Anschlußleitungen) zunächst aus den Stammdaten nach UniQCost (ptional
per Filter) übergeben werden. UniQCost kann außerdem Varianten verwalten. Varianten können Teilnetze sein (Baulos, Ortsteil, Straße etc.) oder Netzkopien mit veränderten Randbedingungen. UniQCost enthält eine Anzahl von internen Positionen, die für die Berechnung von Leitungsbaumaßnahmen notwendig sind. Diesen internen Positionen sind Berechnungsschemata in Form von VB-Scripts hinterlegt. Außerdem sind für die internen Positionen optional Einheitspreise hinterlegt. Dies ist in dem Fall sinnvoll, wenn man mit UniQCost auch kalkulieren will, z.B. zur Ermittlung von Haushaltsmitteln. Durch Wechseln des Berechnungschemas kann so aus einem groben Vorkalkulationsmodus auf eine detaillierte Abrechnung umgeschaltet werden. Hierbei ist der komplexeste Positionsbereich die Erdmassenberechnung der Kanalbaugrube.


Zuordnung interne-externe Positionen

Erdmassenberechnung
Die Erdmassenberechnung für Leitungsgräben ist neu in der DIN EN 1610 geregelt (bisher DIN 4124) und weicht damit erheblich von der Berechnung von Volumenkörpern ab, wie sie z.B. mit Hilfe von digitalen Geländemodellen durchgeführt werden. Trotzdem sind innerhalb dieser kleinräumigen Volumenkörper Schichtstrukturen zu berücksichtigen. Zum einen Bodenschichten infolge unterschiedlicher Bodenarten bzw. Bodenklassen, zum anderen theoretische Schichten in Form von Tiefenstaffeln, da der Bodenaushub
i.d.R. teurer wird, je tiefer der Rohrgraben ist. Zudem hängen die möglichen Baugrubenquerschnitte vom (Außen-)Durchmesser der Kanalrohre, von der Verlegetiefe, von Geländeunstetigkeiten und von der Situation im Verkehrsraum ab.

Arbeitsweise
Die Berechnung wird über Assistenten gesteuert. Man gibt zunächst Randbedingungen vor, die vom Baugebiet(oder das Baulos über die Haltung) und zum Baugrubenabschnitt hierarchisch weitergereicht werden (Standard Bodenschichtaufbau, Straßenaufbau, Art der Wasserhaltung etc.). Dann wird der Profilgenerierungsassistent gestartet. Kleinstes Erdmassenobjekt ist der Baugrubenabschnitt, der durch je zwei Querprofile begrenzt ist. Im Standardfall gibt es pro Haltung zwei begrenzende Querschnitte. Streichen Bodenschichten aus, wird automatisch ein zusätzliches Profil eingefügt. Es lassen sich nachträglich auch manuell Zwischenprofile einfügen, um Geländeunstetigkeiten zu berücksichtigen. Anschließend erfolgt die Massenberechnung mit der o.g. Erdmassenberechnung.

UniQCost Beispiele von Ausgabelisten

Schachtteile
Aufriß Schacht
Aufmaß
Positionen
Rohre
Volumenermittlung in Profilabschnitten mit differenzierten Bodenschichten

Für ein gleichförmiges Baugebiet ist man dann innerhalb weniger Minuten fertig. Gibt es von der Baugebietsvoreinstellung abweichende Haltungsabschnitte, ändert man dort die Randbedingungen ab und wiederholt ggf. die Berechnung.

Datenschnittstellen

Es ist üblich, dass Ausschreibungen unterschiedlich aufgebaut sind. Von der ausführenden Seite wird die Kalkulation oft durch externe AVA-Programme durchgeführt. Will man die internen UniQCost-Positionen mit den je nach Ausschreibung unterschiedlichen Ausschreibungspositionen in Einklang bringen, müssen diese einander zugeordnet werden. Dafür benötigt man zunächst die Positionen
und Positionstexte der jeweiligen Ausschreibung. Diese werden über die GAEB-Schnittstelle als Datenart 83 nach UniQCost importiert. Innerhalb eines komfortablen Zuordnungsmoduls werden nun die internen und externen Positionen zugeordnet. Die Zuordnungen lassen sich benamen und speichern, so dass für zukünftige Ausschreibungen Zuordnungsvorlagen vorhanden sind, die ggf. nur geringfügig abgeändert werden müssen. Für die Abrechnung können nun die echten berechneten Massen und die ggf. über die internen Preise hergeleiteten Kalkulationspreise für die externen Ausschreibungspositionen über die GAEB-Datenart 84 exportiert
werden. Wer die Kalkulation oder Abrechnung über sein AVA-Programm machen möchte, exportiert aus UniQCost den kompletten Rechengang mit der Datenart 11 nach REB 21.003 und kann damit gleichzeitig gegenüber seinem Auftraggeber den Abrechnungsnachweis für Prüfprogramme liefern. Darüber hinaus verfügt UniQCost eine Schnittstelle zur Ausgabe der Grabenprofile als Datenart 66 nach REB 21.013. Ein durchgängiger digitaler Datenfluss von der Planung zur Bestandsaufnahme von Kanalbaumaßnahmen
kann mit zusätzlichen BaSYS-Modulen wie ISYBAU-Import, BaSYS-Plan und Einsatz von GPS auf der Baustelle dargestelt werden. Auf diese Weise können die verbauten Massen zeitnah und schnell abgerechnet werden.